Bewegungsanalyse bei der Partnerwahl

Bewegungsanalyse bei der Partnerwahl

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Inhaltsangabe:Problemstellung: Mit dieser Studie wird A¼berprA¼ft, ob die Beobachtung des Raumverhaltens einer Frau in heterosexuellen Interaktionen Auskunft A¼ber ihre Kontaktbereitschaft geben kann. Aœberdies wird der Frage nachgegangen, ob Frauen ihr eigenes Raumverhalten dazu benutzen, um MAcnner bei der Interaktion zu manipulieren. Ein drittes Ziel dieser Studie ist die AœberprA¼fung der TestgA¼te der automatischen Bewegungsanalysesoftware EyesWeb. Das Raumverhalten wurde A¼ber eine manuelle Bewegungsanalyse der aufgezeichneten Interaktionen erfasst. Die Kontaktbereitschaft der Frauen wurde A¼ber eine eigene Skala erhoben. Gang der Untersuchung: Im ersten Kapitel wird der aktuelle Forschungsstand der Partnerwahlforschung beim Menschen betrachtet. Dabei wird dargelegt, welche Unterschiede bei den Ge-schlechtern in ihrem gegengeschlechtlichen AnnAcherungsverhalten auf Grundlage evolutionspsychologischer Theorien zu erwarten sind, welche wichtige Rolle das gegenseitige TAcuschen dabei spielt und wie die beiden Geschlechter durch a€žGegenmaAŸnahmena€œ oder Kontrollverhalten versuchen, dem TAcuschen des GegenA¼bers entgegenzuwirken. AnschlieAŸend wird darauf eingegangen, welche kritischen Auswirkungen das TAcuschen auf wissenschaftliche Verhaltensbeobachtungen im Rahmen der Partnerwahlforschung hat und welche Experimentaldesigns notwendig sind, um jenseits der TAcuschung das wahre Interesse zweier Menschen aneinander beobachten zu kApnnen. AuAŸerdem wird dann besonders auf ein spezifisches Kontroll-verhalten, die rAcumliche NAche, eingegangen, das in dieser Studie nAcher untersucht werden soll. Zum Schluss werden die Hypothesen dieser Untersuchung aus der in diesem Kapitel beschriebenen theoretischen Grundlagen abgeleitet. Das zweite Kapitel gliedert sich in drei Abschnitte: im Abschnitt 2.2.1 wird allgemein erlAcutert, wie die Bewegung der KAprperteile der Versuchspersonen aus den Videos mit Hilfe einer manuellen Bewegungsanalyse extrahiert wird. AuAŸerdem wird dargestellt, wie die Bewegungsdaten der analysierten KAprperteile zur Abstandsberechnung verwandt werden. AnschlieAŸend wird in Abschnitt 2.2.2 explizit auf das bei der manuellen Bewegungsanalyse eingesetzte Computerprogramm eingegangen und das fA¼r die automatische Bewegungsanalyse benutzte Computerprogramm a€žEyesWeba€œ vorgestellt. Zum Schluss werden in Abschnitt 2.2.3 die in der Diplomarbeit benutzten FragebApgen beschrieben. In Kapitel drei wird auf die notwendigen Bedingungen fA¼r die DurchfA¼hrung einer Regressionsanalyse eingegangen, die bei der AœberprA¼fung der ersten beiden Hypothesen verwendet werden soll. Erste Voraussetzung einer Regressionsanalyse ist das Intervallskalenniveau der Daten. Sowohl die im Fragebogen erhobenen Daten als auch die Abstandsdaten, die berechnet wurden, erfA¼llen dieses Kriterium. Aœberdies sind die Daten normalverteilt, die PrAcdiktoren sind unabhAcngig voneinander (MultikollinearitAct), und die Residuen korrelieren nicht miteinander (Autokorrelation der Residuen). Eine Verletzung dieser Voraussetzungen hActte eine ineffiziente SchActzung der Werte zur Folge. Zusammenfassung: Wie andere Untersuchungen auch, hat diese Diplomarbeit ihre Grenzen. Bei der Erforschung des Partnerwahlverhaltens ist es vor allem sehr schwierig, ein Gleichgewicht zwischen der Kontrolle von zusActzlichen Beeinflussungsfaktoren und externer ValiditAct herzustellen. Bei der vorliegenden Diplomarbeit musste bei der AœberprA¼fung des Einflusses der SoziosexualitAct und des negativen Affekts auf das weibliche Raumverhalten implizit angenommen werden, dass der Einfluss des Mannes auf die Frau wAchrend der Interaktion und mApgliche Interaktionseffekte zwischen Mann und Frau vernachlAcssigbar seien. Eine korrekte AœberprA¼fung des genauen Einflusses des einen Individuums auf ein anderes wAchrend einer Interaktion unter annAchernd realitActsnahen Bedingungen ist nAcmlich sehr schwer realisierbar. Zur AœberprA¼fung persApnlichkeitsimmanenter Faktoren auf das Raumverhalten in Interaktionen mA¼sste beispielsweise ein mAcnnlicher Komplize des Versuchsleiters sich mit jeder Frau unterhalten und sich dabei auch immer gleich bewegen und gleich verhalten. Aœberdies mA¼sste er fA¼r jede Frau annAchernd gleich attraktiv sein. Man kann sich vorstellen, dass eine Umsetzung dessen sehr schwierig und vor allem im Rahmen einer Diplomarbeit nicht realisierbar ist. Diese Erkenntnis sollte allerdings nicht dazu fA¼hren, keine Forschung mehr im Bereich der Partnerwahl zu betreiben, jedoch mA¼ssen mApgliche Ergebnisse immer vor diesem kritischen Hintergrund betrachtet werden. Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis 1.Theoretischer Hintergrund7 1.1Partnerwahl7 1.1.1Die Theorie des asymmetrischen Investments7 1.1.2Kontrollverhalten und TAcuschungen beim Kennenlernen8 1.1.3Weibliches nonverbales Kontrollverhalten beim gegengeschlechtlichen Werben10 1.1.4Weibliche nonverbale Signale, die auf ein echtes Interesse am GegenA¼ber hindeuten11 1.2Raumverhalten12 1.2.1Raumverhalten als nonverbale Kommunikationsform14 1.2.2Einfluss von SoziosexualitAct auf das Raumverhalten15 1.3Methoden der Raumverhaltensforschung16 1.3.1Verschiedene Methoden der Bild- und Bewegungsanalyse19 1.3.1.1Manuelle Bewegungsanalyse20 1.3.1.2Automatische markerbasierte Bewegungsanalyse20 1.3.1.3Automatische markerfreie Bewegungsanalyse22 1.4Fragestellung und Ableitung der Hypothesen24 2.Methode27 2.1Beschreibung der Stichprobe27 2.2Angewandte Verfahren28 2.2.1Manuelle Bewegungsanalyse28 2.2.2Computersoftware31 2.2.3FragebApgen33 2.3Kontrolle von StAprvariablen35 2.3.1Berechnung und Standardisierung des Drehwinkels37 2.4VersuchsdurchfA¼hrung40 2.5Versuchsdesign42 3.Ergebnisse42 3.1Voraussetzungen fA¼r eine Regressionsanalyse42 3.1.1Normalverteilungsannahme42 3.1.2MultikollinearitAct43 3.1.3Autokorrelation der Residuen44 3.2Ergebnisse der Untersuchung A¼ber die Moderatorvariablen des Raumverhaltens44 3.2.1Ergebnisse der AœberprA¼fung der Hypothese 1.144 3.2.2Ergebnisse der AœberprA¼fung der Hypothese 1.245 3.3Ergebnisse der Untersuchung A¼ber Raumverhalten als mApgliches weibliches Kontrollverhalten46 3.3.1Ergebnisse der AœberprA¼fung der Hypothese 2.146 3.3.2Ergebnisse der AœberprA¼fung der Hypothese 2.247 3.4Ergebnisse der Untersuchung A¼ber die Vorhersage weiblicher Kontaktbereitschaft durch das beobachtete Raumverhalten48 3.4.1Ergebnisse der AœberprA¼fung der Hypothese 3.150 3.4.2Extraktion und Interpretation von Posen fA¼r Frauen in heterosexueller Interaktion52 3.4.3Ergebnisse der AœberprA¼fung der Hypothese 3.262 3.4.4Ergebnisse der AœberprA¼fung der Hypothese 3.364 3.5Ergebnisse der Untersuchung zur TestgA¼te von EyesWeb64 3.5.1Ergebnisse der AœberprA¼fung der Hypothese 4.164 3.5.2Ergebnisse der AœberprA¼fung der Hypothese 4.265 4.Diskussion65 5.Zusammenfassung73 6.Literaturverzeichnis74 ABBILDUNGSVERZEICHNIS78 TABELLENVERZEICHNIS79 Anhangsverzeichnis Anhang AEinverstAcndniserklAcrung81 Anhang BPaper-Pencil-Fragebogen PANAS82 Anhang CPaper-Pencil-Fragebogen Proxemics (inkl. SOI)83 Anhang DRotierte Komponentenmatrix der Hauptkomponentenanalyse der 144 Distanzen, die fA¼r die Versuchsgruppe der Frauen in heterosexueller Interaktion ermittelt wurden86 Anhang EInterkorrelationsmatrix der ermittelten durchschnittlichen AbstAcnde mit den Einstellungen der Frau dem Mann gegenA¼ber89 Anhang FTabelle der signifikanten Korrelationen der durchschnittlichen AbstAcnde mit den Einstellungen der Frau dem Mann gegenA¼ber92 Anhang GInterkorrelationsmatrix der Varianzen der ermittelten durchschnittlichen AbstAcnde mit weiblichen Kontaktbereitschaft93 Anhang HTabelle der signifikanten Korrelationen der Varianzen der ermittelten durchschnittlichen AbstAcnde mit den Einstellungen der Frau dem Mann gegenA¼ber95 Anhang IMatrix der NormalverteilungsprA¼fung fA¼r die AbstAcnde und Varianzen der AbstAcnde96 Anhang JErgebnisse der AœberprA¼fung der Voraussetzungen einer Regressionsanalyse100 ErklAcrung103Manual of the Eysenck Personality Inventory. London: University of London Press . Grammer, K. (1990). ... C.D. (1981). Das State - TraitAngstinventar. Weinheim: Beltz. Meston, C.M.; Heiman, J.R.; Trapnell, P.D. aamp; Paulhus, D.L. (1998). Socially anbsp;...


Title:Bewegungsanalyse bei der Partnerwahl
Author: Ansgar Bittermann
Publisher:diplom.de - 2006-06-18
ISBN-13:

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